SUI – SCO 2026 |
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© glitzergeschichten
Was würdest du machen, wenn du deine Sommerferien in Schottland verbringen möchtest, allerdings einen Hund hast, der nur im Frachtraum mitfliegen dürfte, und ein nigelnagelneues Elektroauto, das noch nicht einmal 5000 Kilometer auf dem Tacho hat?
Wir an dieser Stelle haben unser Auto gepackt, die Batterien vollgeladen und uns auf den ungefähr genauso weiten Weg nach Schottland gemacht, wie unser Auto zuvor an Strecke zurückgelegt hatte. – Und so wurden aus unseren Sommerferien zwei Roadtrips, ein Städtetrip und eine Woche nahe der Scottish Highlands.
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Sowohl unsere Recherchen als auch Tipps von Freunden haben ergeben, dass die Einreise nach Grossbritannien mit Hund durch den Eurotunnel am unkompliziertesten ist. Wir können das bestätigen und würden diese Variante allen empfehlen, die sich ähnliche Überlegungen machen.
Die Einreise mit Vierbeiner im Gepäck erfolgt über einen separaten Pet-Check-in, der gut sichtbar ausgeschildert ist. Wichtig ist vor allem, dass alle medizinischen Anforderungen für die Einreise erfüllt sind. In unserem Fall waren das konkret ein registrierter Mikrochip, eine gültige Tollwutimpfung sowie eine tierärztlich bestätigte Bandwurmbehandlung, die mindestens 24 und höchstens 120 Stunden vor der Einreise erfolgen muss. Diese Zeitspanne muss unbedingt eingehalten werden.
Danach ging alles problemlos: Der Pass unseres Hundes wurde kontrolliert, der Chip gescannt, alles hat gepasst und wir durften mit unserem Auto auf den Shuttle fahren, der uns in rund 35 Minuten unter dem Meer hindurch nach England transportierte.
Von verschlafenen Dörfern & wilden Häschen
Die ersten zwei Nächte unseres Roadtrips haben wir in Frankreich verbracht. Dabei hat sich ausgiebiges Recherchieren im Internet gelohnt. Wir haben uns abseits von grossen Buchungsportalen durch abenteuerlich aufgebaute französische Websites geklickt, auf denen kleine B&Bs und private Unterkünfte angeboten werden. – Und wir wurden belohnt.
Die erste Nacht verbrachten wir nur rund zwei Stunden von der Schweizer Grenze entfernt, wo uns Patrick gemeinsam mit seiner Hündin Mia herzlich bei sich zu Hause willkommen hiess.
In der zweiten Nacht landeten wir in der Clos Saint Georges in Baralle und damit in einer wunderschönen alten Villa, umgeben von einem riesigen grünen Garten mit grossen Bäumen und weissen Hortensien, in dem wilde Häschen herumhoppelten. Die Zimmer hatten Charme und waren mit viel Liebe zum Detail eingerichtet, sodass wir uns direkt ein bisschen in diesen Ort verliebten. Auch unsere Gastgeberin, die Bürgermeisterin von Baralle, empfing uns sehr herzlich.
Für 40 Euro pro Person hatten wir zusätzlich das Abendessen mit Weinbegleitung gebucht, was sich definitiv gelohnt hat. Wir hatten darüber hinaus das Glück, an diesem Abend die einzigen Gäste zu sein und diesen besonderen Ort ganz für uns allein zu haben.
Damit das nicht so bleibt, gibt es von uns eine grosse Empfehlung für die Clos Saint Georges. Egal, ob ihr einen Roadtrip durch Frankreich plant oder wie wir auf dem Weg nach Grossbritannien seid: Dieser Zwischenstopp lohnt sich.
Roadtripping durch England
Einmal an London vorbeigefahren, hat uns der Süden Englands schnell in seinen Bann gezogen. Da wir ohnehin am liebsten über Land fahren, zogen unzählige malerische Dörfer und kleine Städtchen, Landhäuser und verschlafene Ortschaften an uns vorbei.
Besonders der Halt in Robin Hood’s Bay hat sich für uns sowas von gelohnt. Wir hatten nur einen kurzen Stopp eingeplant, wären dann aber gerne viel länger geblieben. Das Städtchen Whitby hingegen kann man von uns aus getrost von der Sightseeing-Liste streichen. Wir waren zwar da, aber der viele Verkehr, die Menschenmassen und der für uns fehlende Charme haben uns ziemlich schnell zum Umkehren bewogen.
Dafür haben wir, einmal mehr beim Erkunden von Google Maps, das Fish Cottage entdeckt und sind kurzerhand hingedüst. Genau solche Orte lieben wir. Dabei sind wir auch auf The Brasserie at Saltmoore gestossen. Das müsste allerdings jemand von euch für uns testen, denn für beide Orte hat es bei uns leider nicht gereicht.
Zum Schlafen landeten wir gleich zweimal hintereinander in Shepherd’s Huts. Die erste stand auf dem Campingplatz Four Winds Leisure, der bei unserem Besuch noch fast leer war und neben viel Grün auch richtig viel Platz bot. Cool fanden wir, dass die Möglichkeit bestand, ein À-la-carte-Frühstück in der Hut dazuzubuchen.
Die eigentliche Überraschung wartete aber hinter dem Grundstück: ein Fluss, beziehungsweise eher Kanal, mit kleinem Steg, in dem man tatsächlich baden konnte. Natürlich haben wir genau das getan.
Nach einer weiteren idyllischen Route über Land führte uns die Reise nach Hamsterley zur Sycamore Shepherd’s Hut. Die mintgrüne Hütte auf Rädern mitten im Grünen gehört zu einem abgelegenen Landgut, auf dem auch Apartments vermietet werden, steht aber ganz für sich.
Punkto Liebe zum Detail hat dieser Ort noch einmal überrascht. Was uns hier aber vor allem gefiel, war die Nähe zur Natur. Wir konnten Vögel beobachten, abends ein Feuer machen und hatten rund um die Hut ein eingezäuntes Grundstück für uns, was mit Hund super praktisch war. Wir waren auch hier richtig traurig, dass wir nur eine Nacht bleiben konnten, und hoffen sehr, irgendwann noch einmal zurückzukehren.
Auf dem Weg nach Schottland haben wir noch an zwei Orten Halt gemacht. In Seahouses schlenderten wir durch die kleinen Läden, kauften das eine oder andere Souvenir und landeten schliesslich im Hook, wo wir unseren neuen Food-Favorite dieser Ferien entdeckten: Halloumi Fries mit Sweet Chili Sauce. Einmal probiert, haben wir sie danach bei jeder sich bietenden Gelegenheit wieder bestellt.
Auch Holy Island war einen Zwischenstopp wert. – Überhaupt lohnt es sich auf dieser Strecke, die Augen offen zu halten: Immer wieder tauchen mitten auf dem Land kleine Food Trucks, Cafés und andere Einkehrmöglichkeiten auf, bei denen man spontan anhalten kann. Diese ungeplanten Stopps haben für uns einen grossen Teil dessen ausgemacht, was diese Route so schön machte.
«Willkommen im Nebel» – Ab nach Schottland! Hier gehts zum zweiten Teil unserer Reise.
Unsere hundefreundlichen
Sardinien-Reise-Spots auf Google Maps.
Erschienen am 22. Oktober 2026