s Erfindermeitli Riva |
s Erfindermeitli Riva |
Foto von Annie Spratt auf Unsplash | Illu: glitzergeschichten
Näbe de ville grüene Wälder und de wiite Felder, gitts i de Schwiiz ganz vill grossi, mächtigi Berge. Im Winter sind die Berge vo ere wiise Schneedecki überzogeund ganz vill Lüüt chömmed vo überall her …
Und hüt bsueche mer s Erfindermeitli Riva uf ihrem nächtliche Abentür.
Es rumplet und polteret und irgendwo ghört mer es quietschigs Lavastimmli hysterisch schreie: «Sapperlotti nonemol, wieso funktioniert das ned?»
Die chlini Lava Riva zieht anere Schrube und macht sich debi ganz dräckigi Händ. Aber d Schrube will sich eifach ned us em i de Abstellhalle ruhende Sesseli Nummere vierefüfzg löse.
Es isch ebe eso: D Riva will es Flugzüg baue und dodezue brucht sie Material.
Aber es langet ned eifach nume Materialie us de Natur, es müend au gwüssi Sache here, wo sich d Riva extra muess beschaffe. – Und was eignet sich do Besser als es Sesseliliftdepot?
Jetzt, zmitzt i de Nacht isch d Riva underwegs uf Erkundigs- und Beschaffigstour. Sie hett scho so einiges binenad. Underanderem en Läderfätze vomene alte Sässeli, wo sie nochher i ihrem Flugzüg als Sitz chan verbaue.
Aber sie brucht no meh! No vill meh.
Verärgeret gitt sie ihres jetztige Underfange und dodemit die glänzigi silbrigi, grossi, schöni Schruube, uuf und macht sich uf d Suechi nach wiiterem Material. Ganz enthusiastisch stampfet sie im Sesseliliftdepot umenand, wo sie plötzlich en riesigi, roti Türe entdeckt. Zum Glück stoht die Türe en Spalt offe, so dass d Riva problemlos chan dureschlüpfe.
I dem dunkle Ruum hinder de rote Türe muess d Riva zerst emol s Liecht aschalte. Sie chlätteret also de Tüürrahme deruf und gumpet gezielt uf de Liechtschalter zue. I dem sie sich dra here gumped, cha sie ihn gege abebewege und so, erhellt sich de grossi Ruum mit chlöpfende Grüüsch.
«Wow!», entfahrts de Riva und denn rüeft sie uufgregt ihrem Fründ, em Tiano. «Tiano, Tiano chuuum, schneeeeeeeeeeeeell!»
De zotteligi graui Esel, wo vor em Iigang uf d Riva wartet, spitzt sini Ohre. «Hm?»
I dem Moment chunnt d Riva agsprunge. «Tiano, du muesch mer helfe! Det inne ischs wie im Himmel! Mer müend ganz vill Sache uuflade. Ich cha das ned allei.»
De Tiano leit sin Chopf schief. «Aber Riva, ich glaub ned, dass Eseli ines Sesseliliftdepot inedöfed.»
«Eeeeegaaaal!» D Riva chlätteret uf em Tiano sin Chopf und dirigiert ihn i de neu entdeckti Ruum. Langsam trottet de Esel los. «De hani nomol e Frog: Was heisst, det ine isch de Himmel?» D Riva verdreiht ihri Äugli. «Det ine isch ned DE Himmel, det ine isch es wie IM Himmel!»
«Ahaaa.»
Dinne ahcho, goht am Tiano es Liecht uuf, wieso. Das isch en Werkstatt mit luuter Schrüübli, Nägeli, Werkzüg und süstige furchtbar glänzige, metallige Teili. Do wird d Riva sicher fündig.
Und will d Riva jo so chli isch, nimmt sie sich immer nume eis Teili pro mol und verstauts i dem rote Sack, wo si am Tiano aghänkt hett. Stück für Stück füllt sie de Sack mit luuter Materialie, wo sie für de Bau vo ihrem Superschnelle-Doppelstöcker-Mini-Lava-Flugzüg brucht.
Irgendwenn isch de roti Sack volle und d Riva macht sichs uf em Tiano sim Rugge bequem. «Los Tiano, mir gönd hei zue. Denn chömmer nochli pfüüsele und morn hilfsch mer denn, mis Flugzüg baue, gell?»
«Natürlich Riva, natürlich.», meint de Esel, während er gmüetlich us de Werkstatt trottet.
D Riva gähned, während ihre sowieso scho fast d Äugli zuegheiet und de Tiano verzellt ihre uf em Heiweg es lustigs Eselgschichtli. Diheime ahcho, schlüpft d Riva direkt ist Bett und döset umgehend iih.
Das söttet ihr jetzt au mache, liebi Chinde. Damit ihr morn Oobig no fit sind und wieder möged es Guetnachgschichtli lose.
» go Skifahre und Schlittle, Langlaufe und Spaziere, mached Schneeengel und Schneeballschlachte, fanged die schöne, grosse, vom Himmel abgeheiende, glitzrige Schneeflocke mit de Zunge, oder gnüssed d Sonnestrahle uf eme Rivella-Ligistuehl näb eim vo dene Holzhüüsli, wo i de Landschaft stönd und trinked en heissi Schoggi.
Aber es gitt ganz vill Land und Egge i de Berge, wo sich, im Sommer wie im Winter, einsam und ruhig i de gwaltige Natur präsentiered. Die Fläcke Land hend fast scho öpis mystisches.
Und was villi ned wüssed isch, dass nebe de Mensche und de Tierli, i de Berge no es anders Volk i de Natur lebt.
Si sind munzig chli, gsehnd eus Mensche sehr ähnlich und chönntet sichs problemlos uf ere Handflächi vo eus bequem mache und det schön gmüetlich ligge und schlofe.
Die lustige chline Gstalte heissed Lavas und lebed s ganze Johr über i de Natur, uf genau dene abglägnige Fläcke Land i de Berge, under Blätter, Felse und Bäum. I chliine Höhle oder eme us Äst baute Hüttli.
Lavas sind meistens fröhlich, es bizzeli frech und sehr, sehr abentürlustig.
Si liebets, z chlättere, z buddle oder öpis lustigs z boue.
Erschienen am 8. November 2019