Schmale Pfade, bunte Bäume |

Schmale Pfade, bunte Bäume |

Gelber Schweizer Wanderwegweiser steht im Sumpf. Im Hintergund sieht man Berge und den blauen Himmel.

© glitzergeschichten

Zwei Nächte im Bündner Hotel mit den magischen Schwertern, eine Wanderung zu kleinen Seen und ein Sprung ins warme Wasser. – Die perfekte Auszeit vom Alltag.

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Wer nach einer kurzen Auszeit sucht, ist in Andeer genau richtig. Das malerische Dorf nahe der italienischen Grenze begrüsst seine Gäste dezent verschlafen und dennoch mit unzähligen Möglichkeiten für besondere Erlebnisse.

Gemütliches Samosek

Einst von Dario am Ende einer Wanderung entdeckt, sind wir nun als Übernachtungsgäste im Gästehuus Schwert angekommen. Wir hatten Glück und durften die Unterkunft während unseres Aufenthalts ganz für uns alleine geniessen. Um das einzigartige Arvenzimmer «Excalibur» sind wir leider im letzten Augenblick herumgekommen, weil wir Yari im Gepäck hatten und dieses Zimmer mit besonderer Sorgfalt bewohnt werden muss.

In unserem neuen Zimmer haben wir uns mindestens genauso wohl gefühlt. Die perfekte Mischung zwischen alt & modern, mit einer entzückenden Aussicht aufs Bergdörfli Andeer.

Im 2022 eröffneten Gästehuus Schwert sind, zufälligerweise, alle Zimmer nach sagenumwobenen Schwertern benannt. Der optische Auftritt und das Konzept der Herberge sind durch und durch durchgedacht und geben echt was her. Genauso ist es mit der voll ausgestatteten Küche im Parterre: Drei moderne Koch- und Abwaschgelegenheiten bieten mehreren Gästen gleichzeitig die Möglichkeit, sich was leckeres zuzubereiten.

Weisse Hausfassade des Hotel Post in Andeer. Graue Fensterläden, historischer Bau.

Am Sonntagabend liessen wir uns im gemütlichen Beizli des Hotel Post verwöhnen. Das Personal war sehr freundlich (auch hundelieb) und das Essen köstlich.

Einzig der Preis war unsere Meinung nach etwas gar stolz. Obwohl: aktuell ist ohnehin alles sehr teuer…

Herbstwanderung in Juf

Am Montagmorgen fuhren wir Ca. 30 Minuten ins Avers. Unser Auto liessen wir auf dem Parkplatz im Dorfeingang von Juf zurück und machten uns auf die 8.6 Kilometer lange Rundwanderung zu den Flüeseen.

Lina und Yari suchen Pilze im Engadinger Herbstwald.
Glücklicher Hund macht Pause beim Wandern.
Herbstliche Berglandschaft.
Couple-Selfie im Wanderoutfit.

Die Tour hat uns sehr gefallen. Unser Picknick vom Hoflädeli in der Nähe hat mit dieser Aussicht gleich doppelt geschmeckt und die Herbstsonne hat uns den ganzen Tag über begleitet.

Zmorge, Znacht und bädele

Die kühle Herbstluft in den frühen Abendstunden im warmen Wasser des Minderalbads Andeer. Das Bad ist klein, friedlich und fein. Zum Znacht gabs danach eine selbstgekochte Hörndlipfanne: genau das was wir nach diesem erlebnisreichen Tag gebrauchen konnten.

Aussicht durchs alte Riegelfenster ins Bergdorf Andeer.

Am Dienstagmorgen bestellten wir zwei Cappuccinos und leckere Brötli von der Bäckerei Iselin und genossen unser Frühstück auf dem Dorfplatz in der Morgensonne.

Kaffee und Kurven

Für unseren Heimweg liessen wir uns Zeit: Wir cruisten erst über den Splügen, dann ein Stück durch Italien, die kurvigen Strassen auf den Maloja, durchs orangefarbene Engadin, über den Flüela und machten dann im Kaffee Klatsch in Klosters Halt.

Auf dem Splügen entdeckten wir einen besonderen Abschnitt eines Wanderwegs. Schade nur, dass wir nur für die Aussicht von der Strasse abgefahren sind und nicht zum Erkunden des alten Tunnels.

Frau erkundet Eingang in alten Tunnel, durch den ein Wanderweg führt.
Alter Stollen, durch den nun ein Wanderweg führt.

Nach diesem Stopp ging es auf die Autobahn, und wir fuhren so schnell wie möglich nach Hause. Unsere nur drei tägige Auszeit hat sich in Wirklichkeit viel länger angefühlt. Would recommend. :)

Erschienen am 2. November 2024